Die Gemeinde Nordwalde beabsichtigt den verkehrsgerechten Ausbau der Ortsdurchfahrt Nordwalde. Mit der Neugestaltung und Neuordnung der Verkehrsflächen geht eine vorlaufende Sanierung und Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation einher.
Die Gesamtmaßnahme unterteilt sich in die folgenden wesentlichen Gewerke und Leistungsumfänge:
1. Kanalsanierung und Kanalerneuerung (vorlaufend)
Die Kanalarbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten (BAI und BAII) und erstrecken sich hauptsächlich über Teile der "Bahnhofstraße", "Welle" und "Amtmann-Daniel-Straße" sowie die einmündenden Nebenstraßen.
Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen (geschlossene Bauweise):
Durchführung von Vor- und Nacharbeiten mittels Robotertechnik im nicht begehbaren Bereich.
Sanierung der Hauptkanäle und Hausanschlussleitungen mittels Kurzschlauchrelining und Einbau von Hausanschlussschlauchlinern.
Erneuerungsmaßnahmen (offene Bauweise):
Schmutzwasser (SW): Erneuerung und Vergrößerung diverser Haltungen (z. B. von DN 200 auf DN 250) unter Verwendung von Polypropylen (PP) Rohren in der bestehenden Trasse. Erneuerung einer Haltung durch Neulegung von DN 300 PP-Rohren.
Regenwasser (RW): Hydraulische Vergrößerung diverser Haltungen. Verlegung neuer Stahlbetonrohre (B) in den Dimensionen DN 400, DN 500 und DN 600. Teilweise Umlegung der Trassen vom Gehwegbereich in die Fahrbahn.
Anpassung der Bestandsschächte durch nachträgliche Kernbohrungen, neue Schachtfutter und Anpassung der Schachtgerinne.
2. Straßenbau und Verkehrsanlagen
Der verkehrsgerechte Straßenausbau erfolgt in zwei zeitlich zusammenhängenden Bauabschnitten. Der Ausbaubereich umfasst eine Achslänge von rd. 516 m auf der "Bahnhofstraße" sowie die Anbindungen der "Felix-Fraling-Straße" (rd. 35 m), "Pröbstingstraße" (rd. 12 m), "Wehrstraße" (rd. 34 m) und "Altenberger Straße" (rd. 21 m).
Fahrbahn und Radverkehrsanlagen:
Herstellung einer 8,50 m breiten Querschnittsaufteilung. Davon entfallen 5,50 m auf die Fahrbahn (Asphaltbauweise) und beidseitig jeweils 1,50 m auf Radschutzstreifen auf der Fahrbahn.
Der Radschutzstreifen wird durch Schmalstrichmarkierungen und Piktogramme optisch abgesetzt. In Einmündungsbereichen wird dieser farblich rot markiert.
Klimafolgenanpassung: Einbau eines aufgehellten Asphalts (auf einer Fläche von rd. 3.600 m² zur Reduzierung der Wärmeabgabe).
Knotenpunkte und Seitenbereiche:
Umbau des Knotenpunktes "Bahnhofstraße" / "Felix-Fraling-Straße" zu einem Minikreisverkehrsplatz (Außendurchmesser 16 m) mit in Natursteingroßpflaster hergestellter, überfahrbarer Mittelinsel.
Herstellung von Gehwegen (Breiten zwischen mind. 1,50 m und 2,50 m) in ungebundener Bauweise mit Betonsteinpflaster im Mehrsteinformat.
Einrichtung niveaugleicher Längsparkstreifen, die farblich und durch die Pflasterbauweise vom Gehweg abgesetzt sind.
Ausstattung und Nebenarbeiten:
Neubau einer zentralen ÖPNV-Haltestelle (am neuen Rathausplatz) mit überfahrbarer, aufgepflasterter Mittelinsel als Hemmschwelle.
Anlage von 4 barrierefreien Fußgängerüberwegen (FGÜ) mit taktilen Bodenindikatoren.
Installation einer neuen Straßenbeleuchtung mittels LED-Mastleuchten (Lichtpunkthöhe 6,0 m) sowie spezieller LED-Beleuchtung an den Fußgängerüberwegen (Lichtpunkthöhe 4,0 m).
Pflanzung von klimaresilienten Bäumen in neu angelegten Baumstandorten.
Ausführliche Angaben erfolgen bei der Ausschreibung des Projekts.