Die Stadt Werdohl beabsichtigt die Beschaffung eines kombinierten Hochdruckspül- und Saugfahrzeugs mit Wasseraufbereitung (Kanalspülwagen) für den städtischen Baubetriebshof. Der Auftragsgegenstand umfasst die Lieferung und betriebsbereite Montage des Fahrzeugs, aufgeteilt in zwei Lose: Los 1 (LKW-Fahrgestell) und Los 2 (Spezialaufbau). Ziel ist der Einsatz zur Unterhaltung und Reinigung von Kanälen und Becken.
Beschafft werden soll ein leistungsfähiges Kommunalfahrzeug (Selbstfahrende Arbeitsmaschine), das die neuesten Abgasnormen (Euro 6e) und Lärmschutzverordnungen erfüllt. Das Fahrzeug muss für den Ganzjahreseinsatz geeignet sein und über ein System zur filterlosen Wasserrückgewinnung verfügen.
Spezifikation Los 1: Fahrgestell / TrägerfahrzeugLieferung eines LKW-Frontlenker-Fahrgestells (4x2 Antrieb) mit einer zulässigen Gesamtmasse von mindestens 18.000 kg und einer Motorleistung von ca. 330 kW (449 PS).Wesentliche Merkmale: 2-Achser mit gelenkter Nachlaufachse, Luftfederung an der Hinterachse, Radstand ca. 3.600-3.900 mm.Ausstattung: Automatisiertes 12-Gang-Schaltgetriebe, Nebenantrieb (NMV) für den Dauerbetrieb des Aufbaus, Fahrerhaus (mittellang) in Kommunalorange (RAL 2011) mit Klimaanlage, Standheizung und spezifischen Assistenzsystemen (u.a. Abbiegeassistent, Notbremsassistent).Hinweis: Das Fahrgestell muss explizit für den nachträglichen Aufbau gemäß Los 2 geeignet sein.
Spezifikation Los 2: Hochdruckspül- und SaugwagenaufbauLieferung und Montage eines kombinierten Aufbaus mit Wasseraufbereitungsanlage.Behältervolumen: Gesamtvolumen ca. 7 m³, aufgeteilt in ca. 4 m³ Schlammbehälter und ca. 3 m³ Frischwasserbehälter (in Edelstahl V2A).Leistungsdaten:Vakuumanlage: Wasserringpumpe mit ca. 2.000 m³/h Volumenstrom.Hochdruckanlage: Hochdruckpumpe mit ca. 350 l/min Förderstrom bei ca. 205 bar.Wasseraufbereitung: Filterloses System (Mehrfach-Sedimentation/Zyklon) mit einer garantierten Aufbereitungsmenge von mind. 1.100 l/min.Ausstattung: Hydraulisch schwenkbarer Auslegerarm (180°) mit Saugschlauch- und HD-Schlauchführung, Funkfernsteuerung, Schallschutzverkleidung, Wintertauglichkeit und diverse Spül- und Reinigungsdüsen.
Bewertungskriterium ist der angebotene Gesamtpreis. Zur Bewertung der Angebote wird der Gesamtangebotspreis (60 Punkte = höchste Punktzahl) und dem (fiktiven) Doppelten (0 Punkte) interpoliert. Die dazwischenliegenden Angebote erhalten Punkte linear zu den jeweils angebotenen Gesamtpreisen.
Bewertungskriterium ist die Dauer der Lieferzeit. Zur Bewertung der Angebote wird die angebotene kürzeste Lieferzeit (30 Punkte = höchste Punktzahl) und dem (fiktiven) Doppelten (0 Punkte) interpoliert. Die dazwischenliegenden Angebote erhalten Punkte linear zu den jeweils angebotenen Lieferzeiten.Für Los 1 beginnt die Dauer nach Auftragserteilung. Für Los 2 beginnt die Dauer nach Übergabe des Fahrzeuggestells an den Aufbauhersteller.
Los 1: - Achslastmesseinrichtung für luftgefederte Achse(n)Los 2: - seitlicher UnterfahrschutzLos 2: - Kunststoffkotflügel mit SchmutzfängerLos 2: - zwei Schachthaken inkl. Halterung im Geräteschrank
Fristen für Nachprüfungsanträge:Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
Zuschlagserteilung und Zuschlagsverbot:- Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, wenn der Zuschlag erfolgt ist, bevor die Vergabekammer den Auftraggeber über den Antrag auf Nachprüfung informiert hat (§§ 168 Abs. 2 Satz 1, 169 Abs. 1 GWB). Ein nach Information der Vergabekammer erteilter Zuschlag ist unwirksam.- Die Zuschlagserteilung ist möglich 15 Kalendertage nach Absendung der Bieterinformation nach § 134 Abs. 1 GWB. Bei elektronischer Übermittlung oder Faxversand verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage (§ 134 Abs. 2 GWB).- Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.- Das Zuschlagsverbot gilt bis zur Entscheidung der Vergabekammer und dem Ablauf der Beschwerdefrist.
Rügeobliegenheiten:- Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Die Rügefrist umfasst auch Sonn- und Feiertage.- Die Rüge muss das konkret beanstandete Verhalten bezeichnen und die Beseitigung des Verstoßes verlangen.- Die Rüge muss dem Auftraggeber innerhalb der Frist so zugehen, dass er sie zur Kenntnis nehmen kann.- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Bewerbungs- oder Angebotsfrist gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB).- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der Bewerbungs- oder Angebotsfrist gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB).- Bei positiver Kenntnis eines Verstoßes muss dieser auch vor Ablauf der Angebotsfrist innerhalb von 10 Kalendertagen gerügt werden.
Ausnahmen:- Die Rügepräklusion gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB.- Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist.
Es findet kein öffentlicher Eröffnungstermin statt.
Bei der Öffnung der Angebote sind nach § 55 Abs. 2 VgV keine Bieter zugelassen.
Nachforderungen erfolgen im Einklang mit § 56 VgV.
gem. §§ 123 + 124 GWB
Angabe über den Umsatz des Unternehmens - Mit dem Angebot sind mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) Angaben über Umsatz des Unternehmens jeweils bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Dienst-/Lieferleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind zu tätigen.
Nachweis, mit dem Angebot einzureichen: Referenzliste mit Adressen, Telefonnummern und Ansprechpartnern von mindestens 3 in den letzten drei Jahren erbrachten, vergleichbaren Lieferungen von Fahrgestellen (Los 1) oder Aufbauten (Los 2) an öffentliche oder private Auftraggeber, mittels Eigenerklärung Referenzen.
Mit dem Angebot ist mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) zu erklären, dass die für die Ausführung der Leistungen erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Mit dem Angebot sind mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) Angaben zu Registereintragungen (Handelsregister, Handwerksrolle, Industrie- u. Handelskammer) zu tätigen.
Mit dem Angebot sind mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) Angaben, ob ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde oder ein Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt wurde, zu tätigen. Weiter ist zu erklären, ob sich das Unternehmen in Liquidation befindet.
Mit dem Angebot ist mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) zu erklären, ob das Unternehmen Mitglied einer Berufsgenossenschaft ist.
Mit dem Angebot ist mittels Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen (Vordruck VHB Bund 124LD) zu erklären, dass die Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt wurde.
Nach Angebotsabgabe auf Verlangen der Vergabestelle: Angaben zur Anzahl der in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, formfrei.
Nach Angebotsabgabe auf Verlangen der Vergabestelle: Vorlage einer Kopie der Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug
Nach Angebotsabgabe auf Verlangen der Vergabestelle: Nachweis der Eintragung in die Handwerksrolle bzw. Industrie- und Handelskammer (oder vergleichbare Register der Herkunftsländer der Bieter)
Nach Angebotsabgabe auf Verlangen der Vergabestelle: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkassen (oder vergleichbare Nachweise der Herkunftsländer der Bieter)
Nach Angebotsabgabe auf Verlangen der Vergabestelle: Bescheinigung in Steuersachen (oder vergleichbare Nachweise der Herkunftsländer der Bieter)
Der Bieter hat mit seinem Angebot zu erklären, ob er sich Kapazitäten anderer Unternehmen bei der Erfüllung des Auftrages bedient (Unterauftragnehmer). Für jeden angedachten Unterauftragnehmer sind auf Verlangen nach Angebotsabgabe die gelisteten Nachweise und Erklärungen einzureichen. Ersatzweise kann auch der Nachweis einer Eintragung in ein Präqualifikationsverzeichnis erbracht werden. Des Weiteren hat der Unterauftragnehmer mittels Erklärung zu versichern, dass er dem Hauptauftragnehmer seine Leistung bereitstellt. Formulare: bei Unteraufträgen: Erklärung Unteraufträge (Formular 533a EU oder 533b EU), bei Eignungsleihe: Erklärung Eignungsleihe (Formular 534a EU oder 534b EU).
Der Bieter hat mit seinem Angebot zu erklären, dass keine Geschäftsbeziehungen mit Russland-Bezug bestehen, mittels Eigenerklärung Russland-Embargo (Formular 523 EU).
Los 1: Fahrzeugbrief nach erfolgreicher Anlieferung des Fahrgestells beim Aufbauhersteller.
Gem. Vergabeunterlagen / Leistungsbeschreibung