Hintergrund der Auslobung ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das im Zeitraum von Juni 2024 bis Juli 2025 erarbeitet wurde. Dieses sieht die Neugestaltung des Lippegartens in der historischen Altstadt von Lemgo als eine zentrale Maßnahme der Stadtentwicklung vor. Die Umsetzung ist bis Ende 2030 vorgesehen und soll mithilfe von Städtebaufördermitteln erfolgen. Zur Vorbereitung der Förderantragstellung wird derzeit ein Teil-ISEK mit einem priorisierten Handlungsprogramm erstellt, in dem die Aufwertung des Lippegartens als Kernmaßnahme verankert ist.
Gegenstand des Wettbewerbsgebiets ist der Lippegarten einschließlich der angrenzenden Straßenräume mit einer Gesamtfläche von rund 3000 m². Der Lippegarten ist neben dem Marktplatz der größte zentral in der Altstadt gelegene Stadtplatz. Er bildet die Verbindung zwischen dem südlich gelegenen Engelbert-Kaempfer-Gymnasium (EKG) und der nordöstlich angrenzenden Fußgängerzone.
Der freiraumplanerische Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 dient dazu, einen Entwurf zu finden, der eine optimale Nutzbarkeit des Lippegartens mit einer hohen, ortsangemessenen Gestaltqualität vereint.
Ziel ist eine Aufwertung und multifunktionale Nutzung des Lippegartens als innerstädtischer Aufenthaltsbereich.
Dazu soll ein Konzept entwickelt werden, welches die nachstehenden Leitlinien berücksichtigen soll:
- Erhöhung der Nutzbarkeit des Platzes für alle Altersgruppen, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
- Stärkung seiner Funktion als Bindeglied zwischen dem Baudenkmal Engelbert-Kaempfer-Gymnasium (EKG) und der Innenstadt.
- Steigerung der Aufenthaltsqualität im Alltag bei gleichzeitiger Möglichkeit zur temporären Nutzung für Veranstaltungen.
- Entwicklung einer klimaresilienten Gestaltung unter Berücksichtigung des Schwammstadtprinzips sowie Integration qualitätsvoller Grünstrukturen.
- Herstellung einer optischen und funktionalen Verbindung zwischen Lippegarten und den angrenzenden Nutzungen sowie den umgebenden Gebäuden.
- Abbau optischer und baulicher Barrieren zur Schaffung eines barrierefrei gestalteten öffentlichen Raums.