Gegenstand der vorliegenden funktionalen Verhandlungsvergabe (ohne Teilnehmerwettbewerb) lautet wie folgt:
Die Stadt Warstein betreibt ca. 3.900 Beleuchtungsmasten im Stadtgebiet. Der Bestand umfasst insbesondere Stahl-, Beton-, Gitter- und Holzmasten mit Lichtpunkthöhen von ca. 4,50 m bis 7,50 m. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht sind die Masten turnusmäßig auf Schäden sowie auf ihre Standsicherheit zu prüfen.
Ziel der Leistung ist eine fachlich nachvollziehbare, reproduzierbare und zerstörungsfreie Beurteilung der Standsicherheit jedes geprüften Mastes einschließlich einer belastbaren Dokumentation der Messung und Bewertung. Die Prüfung muss sowohl die Lagesicherheit als auch die Tragsicherheit des Mastsystems berücksichtigen.
Die Prüfung erfolgt grundsätzlich in einem Fünfjahresturnus. Als Richtwert sind jährlich ca. 780 Masten vorgesehen. Die tatsächliche Jahresmenge kann abweichen; die Beauftragung erfolgt in der Regel ortschafts- bzw. gebietsweise. Ein Anspruch auf eine bestimmte Jahresmenge besteht nicht. Die Abrechnung erfolgt ausschließlich nach tatsächlich erbrachter Leistung.
Prüfgegenstand und Prüfumfang:
Bei der Standsicherheitsprüfung ist das jeweilige Gesamtsystem zu beurteilen. Soweit für die Beurteilung relevant, sind insbesondere einzubeziehen:
- Mastfundament und Übergangsbereich Fundament/Boden
- Erdbereich bzw. besonders korrosions- oder schädigungsgefährdete Bereiche
- Mastunterteil und Mastkörper einschließlich konstruktiver Besonderheiten
- Ausleger bzw. Peitschenmast
- Anbauteile, z. B. Leuchten, Signalgeber, Beschilderungen oder sonstige mastgebundene Einrichtungen, soweit diese die Beanspruchung des Mastes beeinflussen.
Die Prüfung ist zerstörungsfrei durchzuführen. Eine Veränderung, Abstützung oder Konterung des vorhandenen statischen Systems, durch die das reale Trag- oder Verformungsverhalten während der Messung verfälscht wird, ist nicht zulässig.
Weitere Informationen sind dem beigefügten Leistungsverzeichnis und der Anlage 1 Bewertungsmatrix zu entnehmen.