Beschaffung eines Telenotarztsystems für die Trägergemeinschaft Südwestfalen
Das langfristige Hauptziel der EInführung eines TNA-Systems in der Trägergemeinschaft Südwestfalen ist die Ressourcenschonung der rettungsdienstlichen Rettungsmittel mit ärztlicher Besetzung. Das TNA-System dient der Ferndiagnose durch einen Telenotarzt und der Delegation von Maßnahmen. Dieses System muss in die bestehende Systemtechnik der Rettungsdienste in der Trägergemeinschaft eingebunden werden können, u.a. in die mobile Einsatzdokumentation, in die Medizintechnik sowie in das Leitstellensystem. Das TNA-System soll zur Delegation von medizinischen Maßnahmen genutzt werden und muss dazu den gesetzlichen Anforderungen genügen. Die Entscheidungen und die dafür zugrunde liegenden Erkenntnisse des Telenoratzes im Rahmen der Rettungsdienstunterstützung müssen rechtssicher mit Hilfe der Systemtechnik dokumentiert werden können. Dies gilt für den gesamten Zeitverlauf des Einsatzes.
Der NUTS-Code gibt den Standort des Kernträgers Kreis Soest wieder. Die Erfüllungsorte richten sich nach den Mitgliedern der Trägergemeinschaft. Der Trägergemeinschaft Südwestfalen gehören an: -Kreis Soest -Hochsauerlandkreis - Märkischer Kreis - Kreis Olpe - Kreis Siegen-Wittgenstein - Oberbergischer Kreis
Es wird ausdrücklich die Möglichkeit vorbehalten, den Auftrag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten (§ 17 Abs. 11 VgV).
Rügen wegen erkannter Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber dem Auftraggeber innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen zu erheben (siehe § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung gerügt werden (siehe § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung gerügt werden (siehe § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB). Ergänzend wird auf § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB hingewiesen. Hiernach ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers vergangen sind, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen. Die zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren ist in der Auftragsbekanntmachung angegeben.
Der Auftraggeber behält sich vor, Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen im von § 56 VgV vorgegebenen Rahmen nachzufordern.
Zwingende bzw. fakultative Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB
Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister oder Nachweis auf andere Weise über die erlaubte Berufsausübung
Erklärung über den Gesamtumsatz einschließlich des Umsatzes in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren.Der durchschnittliche Umsatz pro Geschäftsjahr muss bei mindestens 1,5 Mio. EUR liegen.
Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung in folgender Höhe:Der Bieter hat nachzuweisen, dass im Auftragsfall eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen und für die gesamte Laufzeit des Vertrages aufrechterhalten wird. Die Versicherung muss im Schadensfall eine dreifache Maximierung je Versicherungsjahr aufweisen und mindestens folgende Deckungssummen umfassen:- Personenschäden: mindestens 3 Mio. EUR je Schadensfall,- Sach- und sonstige Schäden: mindestens 2 Mio. EUR je Schadensfall.Der Nachweis über das Bestehen einer entsprechenden Haftpflichtversicherung ist spätestens zehn Kalendertage nach Zuschlagserteilung in der in den Vergabeunterlagen geforderten Form nachzureichen.
ISO 27001-Zertifizierung oder gleichwertiger Nachweis
Eigenerklärung zur Projektumsetzung:Der Bieter muss nachweisen, dass er über hinreichende Projekterfahrung in vergleichbaren Vorhaben verfügt. Es sind mindestens drei Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren nachzuweisen, die die erfolgreiche Implementierung eines Telenotarztsystems im Rettungsdienst betreffen. Angaben zur jeweiligen Referenz: - Trägergemeinschaft / Auftraggeber (inkl. Ansprechperson)- Kurzbeschreibung des Projekts- Laufzeit (von Monat Jahr bis Monat Jahr)- Laufzeit des Produktivsystems von mindestens 24 Monaten (Ja / Nein (Ausschluss der Referenz))- Angebundene Rettungsmittel (mind. 80)Hinweis: Jeder Bieter hat mindestens drei vergleichbare Referenzprojekte anzugeben, eine Unterschreitung führt zum Ausschluss. Zur Bewertung wird die Gesamtzahl der abgegebenen Referenzprojekte herangezogen.
Eigenerklärung zur Projektleitung:Der Bieter muss für die gesamte Projektlaufzeit einen deutschsprachigen (Sprachniveau: C2) Projektleiter sowie einen stellvertretenden deutschsprachigen (Sprachniveau: C2) Projektleiter benennen. Beide Personen müssen mindestens über die Qualifikation als staatlich geprüfter Techniker oder eine vergleichbare Qualifikation verfügen. Ferner verfügen beide Personen über Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren in der Umsetzung komplexer IT-Projekte im Gesundheitswesen mit dokumentierter Leitungserfahrung.
Eigenerklärung zur MDR-Konformität:Der Bieter hat nachzuweisen, dass die relevanten Systemkomponenten (Software zur Dokumentation von Informationen für den medizinischen Zweck) spätestens zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ein erfolgreiches Konformitätsbewertungsverfahren gemäß Artikel 22 MDR durchlaufen hat, wenn sie als Medizinprodukt im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) zu qualifizieren sind. Bestandteil des Nachweises ist die Vorlage einer Risikobewertung nach DIN EN ISO 14971:2019, die sämtliche Systemkomponenten und Schnittstellen berücksichtigt. Beide Nachweise sind spätestens vor Beginn des Pilotbetriebs in aktueller Fassung vorzulegen.
Eigenerklärung zur Schnittstelle zum Einsatzleitsystem:Der Bieter erklärt, dass das angebotene Telenotarztsystem über eine umgesetzte-technische Anbindung an den im Einsatzbereich der Trägergemeinschaft verwendeten iSE-Flottenserver implementiert werden kann. Ferner weist der Bieter mit zwei Referenzen die Anbindung der angebotenen Systemlösung an das Leitstellensystem iSE-COBRA nach oder zeigt eine andere technische Umsetzung zum genannten System auf, die technisch umgesetzt ist (ebenfalls Nachweis mit Referenzen).Angaben zur jeweiligen Referenz: - Trägergemeinschaft / Auftraggeber (inkl. Ansprechperson)- Kurzbeschreibung des Projekts und der der technischen Umsetzung der Schnittstelle- Laufzeit der Schnittstelle im Produktivbetrieb (von Monat Jahr bis Monat Jahr)- Laufzeit der Schnittstelle von mindestens 6 Monaten (Ja / Nein (Ausschluss der Referenz))
Eigenerklärung zur Anbindung an Medizingeräte:Das System muss mindestens eine Anbindung an die Patientenmonitore Corpuls C3 und die ZOLL X Series ermöglichen. Ferner weist der Bieter mit jeweils zwei Referenzen die Anbindung der angebotenen Systemlösung an die o.g. Patientenmonitore nach. (Jeweils zwei Referenzen mit Anbindung an Corpus C3 und zwei mit Anbindung an ZOLL X Series)Angaben zur jeweiligen Referenz: - Trägergemeinschaft / Auftraggeber (inkl. Ansprechperson)- Kurzbeschreibung des Projekts und der technischen Umsetzung der Schnittstelle- Laufzeit der Schnittstelle im Produktivbetrieb (von Monat Jahr bis Monat Jahr)- Laufzeit der Schnittstelle von mindestens 6 Monaten (Ja / Nein (Ausschluss der Referenz))