Im Schulzentrum in Brilon, bestehend aus der Heinrich-Lübke-Schule (HLS) und demGymnasium Petrinum (PET), wurde eine Schadstoffbelastung (PCB, KMF) festgestellt,woraufhin ein Konzept aus Teilsanierung, Teilrückbau und Teilneubau entwickelt wurde.Die Schadstoffsanierungs- und Abbrucharbeiten, die in diesem LV ausgeschrieben sind,beziehen sich auf den Bestand des Gymnasiums Petrinum. Bei dieser Vergabeeinheithandelt es sich überwiegend um eine Sanierung im Bestand. Um die Bedarfe der Schuleabdecken zu können, wird im Erdgeschoss eine Erweiterung für die Verwaltung inMassivbauweise vorgesehen und ein Oberstufenhaus in Holzrahmenbauweise im 1. OG, alsStaffelgeschoss, errichtet.
Um die Erweiterungen errichten zu können muss der Bestand indiesen Bereichen abgebrochen werden. Zunächst müssen die jeweiligen Bauabschnitteschadstoffsaniert werden.
Ca. Massenangeben:
Arbeiten im Weißbereich:- Demontage von Wandfliesen: 770,0 m2- Demontage von Bodenfliesen: 200,0 m2- Demontage von Verbundestrich mit Kunststeinplatten: 1.675,0 m2
Arbeiten im Schwarzbereich:- Demontage von Abhangdecken aus Holzbrettern: 5330,0 m2- Demontage von schwimmenden Estrich mit Trittschalldämmung: 5250,0 m2- Entfernung von PCB-haltigen Kleberresten auf Estrich: 4610,0 m2
Arbeiten an Fassade, Fenster, Dach:- Demontage Flachdachabdichtung: 4.450,0 m2- Demontage von Fassaden-Fenster- und Türanlagen: 1.360,0 m2- Entfernung von PCB-haltigen Fugenmassen: 1.200 m
Konstruktiver Rückbau:- Demontage der konstruktiven Dacheindeckung aus Trapezblech: 4.450,0 m2- Demontage der massiven Mauerwerkswände aus Kalksandstein: 3.180,0 m2- Demontage der bewehrten Stahlbeton-Wände im Fassadenbereich und Innenbereich und sonstige Stahlbetonteile: 1.545 m3
§ 22 EU Abs. 1 Satz 1 VOB/A stellt klar, dass Änderungen eines bereits geschlossenen Vertrages grundsätzlich nur dann eine Ausschreibungspflicht begründen können, wenn es sich um eine wesentliche Änderung handelt. Wesentlich sind Änderungen grundsätzlich dann, wenn sich der Auftrag infolge der Änderung während der Vertragslaufzeit erheblich von dem ursprünglich vergebenen Auftrag unterscheidet.
Preis
Die Ausführungszeiten sind voraussichtlich:
Schadstoffsanierungsarbeiten BA 12 Beginn: Mitte Oktober 2026Schadstoffsanierungsarbeiten BA 12 Dauer: 60 Arbeitstage
Abbrucharbeiten BA 13 Beginn: Mitte Januar 2027Abbrucharbeiten BA 13 Dauer: 15 Arbeitstage
Schadstoffsanierungsarbeiten BA 17 Beginn: Ende Oktober 2027Schadstoffsanierungsarbeiten BA 17 Dauer: 25 Arbeitstage
Abbrucharbeiten BA 18 Beginn: Ende November 2027Abbrucharbeiten BA 18 Dauer: 15 Arbeitstage
Schadstoffsanierungsarbeiten BA 19 Beginn: Mitte April 2028Schadstoffsanierungsarbeiten BA 19 Dauer: 15 Arbeitstage
Abbrucharbeiten BA 19 Beginn: Anfang Mai 2028Abbrucharbeiten BA 19 Dauer: 5 Arbeitstage
Mit den im LV aufgeführten Arbeiten ist, gemäß VOB Teil B, 12 Tage nach Aufforderung durchden AG zu beginnen und die Ausführungszeiten sind zwingend einzuhalten.
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht. (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1.der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4.mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Gem. § 11 VOB/A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen erfolgt der Informationsaustausch zwischen Auftraggeber und Bewerber ausschließlich über den Vergabemarktplatz Westfalen. Sämtliche Informationen zum Vergabeverfahren sind auf dem Vergabemarktplatz hinterlegt; etwaige Änderungen, Antworten auf Bieterfragen bzw. Berichtigungen erfolgen ausschließlich über den Projektraum, so dass der Bewerber aufgefordert wird, sich in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand zu informieren. Informationen hinsichtlich der Datenschutzbestimmungen sind auf der Internetseite der Stadt Brilon https://www.brilon.de/metanavigation/datenschutz/informationspflicht-bei-datenerhebungen-(dsgvo)/ abzurufen. Bei den meisten Ausschreibungen wird das Leistungsverzeichnis in digitaler Form (GAEB-Standard 2000 P83 und XML.3,0 X83) und als Pdf-Format bereitgestellt. Preise und Bieterangaben tragen Sie hier mit Ihrer eigenen Kalkulationssoftware ein. In diesen Fällen wird Ihr vollständig ausgefülltes Leistungsverzeichnis mindestens als lesbare PDF-Version zurück benötigt. Die Abgabe einer zusätzlichen GAEB-Datei ist erwünscht. Bitte beachten Sie, dass wir Ihr Angebot ggf. ausschließen müssen, wenn die von Ihnen hochgeladene GAEB-Datei nicht lesbar sein sollte und Sie das ausgefüllte Leistungsverzeichnis nicht zusätzlich als PDF-Version hochgeladen haben.