Die Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH (im Folgenden als "Vergabestelle", "Auftraggeber" oder "Wohn + Stadtbau" bezeichnet) als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Münster beabsichtigt die nachfolgenden Fachplaner-Leistungen für den Neubau eines Gebäudekomplexes mit einem gemeinsamen Kellergeschoss und drei aufgehenden Bauteilen als Mehrparteienwohnhäuser zu vergeben. Insgesamt sind auf dem Baufeld B2 Nord im Oxford-Quartier in Münster - Gievenbeck etwa 68 öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen zu planen.
Folgende Planungsleistungen werden als einzelne Lose ausgeschrieben:
- Freianlagenplanung gem. HOAI §§ 39 ff. - Leistungsphase 1-9
- Technische Gebäudeausrüstung gem. HOAI §§ 53 ff.; ALG 1-6 - Leistungsphase 1-9
- Tragwerksplanung gem. HOAI §§ 49 ff. Leistungsphase 1-6 und Bauphysik gem. Anl. 1 1.2 HOAI - Leistungsphase 1-7
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Es werden mit Vertragsabschluss für jedes Los zunächst nur die Leistungsphasen 1 bis 5 beauftragt. Die Leistungsphasen 6 bis 9 bzw. 6 und 7 (Los 3) sollen optional (stufenweise) später beauftragt werden.
Ein zulässiger Nachprüfungsantrag bei der genannten Vergabekammer kann allenfalls bis zur wirksamen Zuschlagserteilung gestellt werden. Eine wirksame Zuschlagserteilung ist erst möglich, wenn der Auftraggeber die unterlegenen Bieter über den Grund der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und den Namen des Bieters, dessen Angebot angenommen werden soll, in Textform informiert hat und seit der Absendung der Information 15 Kalendertage (bei Versand per Telefax oder auf elektronischem Weg: 10 Kalendertage) vergangen sind. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit - der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergaberechtsvorschriften schon vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat, - Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die aufgrund dieser Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der genannten Angebotsfrist gerügt werden, oder - Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gerügt werden. Teilt der Auftraggeber einem Bewerber oder Bieter mit, dass er einer Rüge nicht abhelfen will, so kann der betroffene Bewerber oder Bieter wegen dieser Rüge nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen zulässigen Nachprüfungsantrag stellen.
Die Kommunikation wird ausschließlich über den Vergabemarktplatz NRW geführt. Nur dort registrierte und für das Verfahren freigeschaltete Unternehmen werden über neue Bewerber- bzw. Bieterinformationen unaufgefordert informiert. Eine entsprechende Registrierung und Freischaltung bereits unmittelbar beim Herunterladen der dort abrufbaren Unterlagen wird deshalb dringend empfohlen. Alle nicht registrierten bzw. nicht für das Verfahren freigeschalteten Interessenten sind aufgefordert, regelmäßig das genannte Vergabeportal aufzusuchen, um dort eventuelle Bewerber- bzw. Bieterinformationen abzurufen. Eine gesonderte Unterschrift bei elektronischen Angeboten der Bescheinigungen ist nicht erforderlich, der Inhalt wird mit Abgabe eines Angebotes über den Vergabemarktplatz NRW anerkannt. Die Wohn + Stadtbau GmbH verpflichtet sich mit ihrem Verhaltenskodex zu verantwortungsvollem Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.wohnstadtbau.de/de/ueber-uns/compliance/ Datenschutzhinweise gemäß EU Datenschutzgrundverordnung entnehmen Sie bitte unserer Homepage https://www.wohnstadtbau.de/de/datenschutz/
Die Nachforderung erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 56 VgV.
Siehe hierzu die gesetzlichen Regelungen in § 123 GWB
Siehe hierzu die gesetzlichen Regelungen in § 124 GWB
Vergleichbare Referenzen - siehe losweise Beschreibung
Mitarbeiterzahlen - siehe losweise Beschreibung
Umsatzangaben - siehe losweise Beschreibung
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.
- Besondere Vertragsbedingungen gemäß TVgG NRW
Gegenstand dieses Loses ist die Freianlagenplanung gem. HOAI §§ 39 ff. - Leistungsphase 1-9
Vergleichbare Referenzen - Eignungskriterien für die technische und berufliche Leistungsfähigkeit sind: Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Jahren. Gewertet werden nur Referenzen, die folgende Anforderungen an die allgemeine Vergleichbarkeit erfüllen: a) Gegenstand der Referenz ist bzw. war die Objektplanung (Leistungsbild Freianlagen) der zu einem Gebäude gehörenden Außenanlagen mit einer Fläche von mindestens 200 m2.b) Die Freianlage entsprach mindestens der Honorarzone II gemäß HOAI 2013/2021.c) Die Summe der Baukosten für Außenanlagen (Kostengruppe 500 entspr. DIN 276) betrug mind. 300.000 EUR ohne MwSt.d) Die Leistungen zur Freianlagenplanung wurden nicht vor dem 01.05.2021 (Stichtag) beendet und auch eine eventuelle Fertigstellung (werkvertragliche Abnahme durch den Bauherrn) der Außenanlagen lag nicht vor diesem Stichtag.
Mindestanforderung an die Eignung für Los 1 ist, dass durch Bieterreferenzen, die jeweils alle oben genannten Eigenschaften aufweisen, zumindest in Summe die Leistungsphasen 2 bis 6 und 8 abgedeckt werden, wobei die Leistungsphasen auch durch verschiedene Referenzen abgedeckt werden können. Berücksichtigt werden bei jeder Referenz jeweils nur abgeschlossene Leistungsphasen. Zur Nachweisführung genügen entsprechende Eigenerklärungen im Bieterreferenzformular (B00-1.1).
Mitarbeiterzahlen - Bieter haben anzugeben, wie viele qualifizierte feste Mitarbeiter/-innen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils durchschnittlich beschäftigt waren bzw. aktuell sind. Bietergemeinschaften haben entsprechende Angaben für alle Mitglieder zu machen; es genügen jeweils entsprechende Summenangaben für alle Mitglieder zusammen. Mindestanforderung an die Eignung sind Mitarbeiterzahlen (jeweils Vollzeitstellenäquivalente) von nicht unter 2,00 Mitarbeiter/-innen mit Studienabschluss der Fachrichtung Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau oder einer vergleichbaren Fachrichtung, jeweils sowohl im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 als auch aktuell.
Umsatzangaben - Eignungskriterium für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sind die Jahresgesamtumsätze des Unternehmens (bei Bietergemeinschaften: aller Mitgliedsunternehmen zusammen) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Zur Nachweisführung genügen entsprechende Eigenerklärungen im Angebotsvorblatt.
Gegenstand diese Loses ist die technische Gebäudeausrüstung gem. HOAI §§ 53 ff.; ALG 1-6 in den Leistungsphasen 1-9
Vergleichbare Referenzen - Eignungskriterien für die technische und berufliche Leistungsfähigkeit sind: Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Jahren. Gewertet werden nur Referenzen, die folgende Anforderungen an die allgemeine Vergleichbarkeit erfüllen:
a) Gegenstand der Referenz ist bzw. war die Fachplanung der technischen Ausrüstung für den Neubau eines mindestens 4-geschossigen Gebäudes mit einer Mindestnutzfläche von 1.000 m2.b) Die bearbeitete(n) Anlagengruppe(n) entsprechen der Honorarzone II oder III gemäß § 56 HOAI. Soweit einzelne bearbeitete Anlagengruppen nur der Honorarzone I gemäß § 56 HOAI entsprechen, werden diese bei der Bewertung der Referenz nicht mitberücksichtigt.c) Die Summe der Baukosten für technische Ausrüstung des Gebäudes (Kostengruppe 400 entspr. DIN 276) betrug für die Anlagengruppen 1 bis 3 (sofern bearbeitet) mind. 400.000 EUR ohne MwSt. und für die Anlagengruppen 4 und 5 (sofern bearbeitet) mind. 350.000 EUR ohne MwSt. d)Die Fachplanungsleistungen für die technische Ausrüstung wurden nicht vor dem 01.05.2021 (Stichtag) beendet und auch eine eventuelle Fertigstellung (werkvertragliche Abnahme durch den Bauherrn) der technischen Ausrüstung lag nicht vor diesem Stichtag.
Mindestanforderung an die Eignung für Los 2 ist, dass durch Bieterreferenzen, die jeweils alle oben genannten Eigenschaften aufweisen, zumindest in Summe die Leistungsphasen 2 bis 6 und 8 für die Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 abgedeckt werden, wobei die Leistungsphasen und/oder Anlagengruppen auch durch verschiedene Referenzen abgedeckt werden können. Berücksichtigt werden bei jeder Referenz jeweils nur abgeschlossene Leistungsphasen. Zur Nachweisführung genügen entsprechende Eigenerklärungen im Bieterreferenzformular (B00-1.2).
Mitarbeiterzahlen - Bieter haben anzugeben, wie viele qualifizierte feste Mitarbeiter/-innen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils durchschnittlich beschäftigt waren bzw. aktuell sind. Bietergemeinschaften haben entsprechende Angaben für alle Mitglieder zu machen; es genügen jeweils entsprechende Summenangaben für alle Mitglieder zusammen. Mindestanforderungen an die Eignung sind Mitarbeiterzahlen (jeweils Vollzeitstellenäquivalente) von nicht unter 2,00 Mitarbeiter/-innen mit Studienabschluss der Fachrichtung Versorgungstechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung und von nicht unter 2,00 Mitarbeiter/-innen mit Studienabschluss der Fachrichtung Elektro-/Nachrichtentechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung, jeweils sowohl im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 als auch aktuell.
Gegenstand dieses Loses sind die Tragwerksplanung gem. HOAI §§ 49 ff. und Bauphysik (Anwendungsbereich Wärmeschutz und Schallschutz) gem. Anl. 1 1.2 HOAI - Leistungsphase 1-6 (TWP) und 1-7 (Bauphysik)
Vergleichbare Referenzen - Eignungskriterien für die technische und berufliche Leistungsfähigkeit sind: Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Jahren. Gewertet werden nur Referenzen, die folgende Anforderungen an die allgemeine Vergleichbarkeit erfüllen: a) Gegenstand waren Ingenieurleistungen zur Tragwerksplanung und/oder zur Bauphysik für den Neubau eines mindestens 4-geschossigen Gebäudes mit einer BGF von mindestens 2.000 m2.b) Das Objekt war mindestens der Honorarzone III entsprechend HOAI zuzuordnen.c) Die Summe der Baukosten für die Kostengruppen 300 und 400 (entspr. DIN 276) des Gebäu-des betrug mind. 3 Mio. EUR ohne MwSt.d) Die Ingenieurleistungen wurden nicht vor dem 01.05.2021 (Stichtag) beendet.
Mindestanforderung an die Eignung für Los 3 ist, dass durch Bieterreferenzen, die jeweils alle oben genannten Eigenschaften aufweisen, zumindest in Summe die Leistungsphasen 2 bis 5 sowohl für das Leistungsbild Tragwerksplanung als auch für die Anwendungsbereiche Wärmeschutz und Energiebilanzierung sowie Bauakustik (Schallschutz) des Leistungsbilds Bauphysik abgedeckt werden, wobei die Leistungsphasen und/oder Leistungsbilder bzw. Anwendungsbereiche auch durch verschiedene Referenzen abgedeckt werden können. Berücksichtigt werden bei jeder Referenz jeweils nur abgeschlossene Leistungsphasen. Zur Nachweisführung genügen entsprechende Eigenerklärungen im Bieterreferenzformular (B00-1.3).
Mitarbeiterzahlen - Bieter haben anzugeben, wie viele qualifizierte feste Mitarbeiter/-innen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils durchschnittlich beschäftigt waren bzw. aktuell sind. Bietergemeinschaften haben entsprechende Angaben für alle Mitglieder zu machen; es genügen jeweils entsprechende Summenangaben für alle Mitglieder zusammen. Mindestanforderung an die Eignung sind Mitarbeiterzahlen (jeweils Vollzeitstellenäquivalente) von nicht unter 2,00 Mitarbeiter/-innen mit Studienabschluss der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder einer vergleichbaren Fachrichtung, jeweils sowohl im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 als auch aktuell.