Planung und Bau einer Rettungswache
Der Kreis Lippe beabsichtigt, den Neubau einer Rettungswache in Leopoldshöhe im Wege eines formlosen Verfahrens nach § 75a GO NRW im Rahmen einer Gesamtvergabe zu vergeben.
Der Kreis Lippe ist im gesamten Kreisgebiet Träger des Rettungsdienstes, ausgenommen ist nur der Rettungsdienst der Stadt Detmold. Als Träger des Rettungsdienstes unterhält der Kreis Lippe die entsprechenden Infrastruktureinrichtungen in Form von Rettungswachen.
Als Forderung aus dem Rettungsdienstbedarfsplan 2023-2028 befindet sich seit Ende 2022 in der Räumen der Jugendfeuerwehr Leopoldshöhe eine provisorische Rettungswache. Diese Provisorium soll durch einen Neubau ersetzt werden, um die hygienischen, funktionalen und räumlichen Anforderungen zu erfüllen. Durch den neuen Standort soll die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung im Westen des Kreises Lippe optimiert werden.
Der Kreis Lippe hat sich entschieden, um die dringend erforderliche Neuerrichtung der Rettungswache Leopoldhöhe zeit- und kostenoptimiert umzusetzen, die damit in Zusammenhang stehenden Leistungen im Rahmen einer Gesamtvergabe an einen Auftragnehmer zu vergeben.
Folgende Leistungen sollen hierbei vergeben werden:
- alle Architekten - und Fachingenieurleistungen sowie alle Sachverständigenleistungen (einschl. Lüftungs- und Hygieneabnahmen). Zu erbringen ist eine vollständige funktionsgerechte, öffentlich-rechtlich abnahmefähige, bezugs- und betriebsbereite Planung auf Grundlage des vom Kreis Lippe im Vergabeverfahren bereitgestellten Vorentwurfs.
- Schlüsselfertige Herstellung des Gebäudes inklusive vollständiger Außenanlagen mit Zaun etc.
- Ggfls auch die Übernahme der Bauzwischenfinanzierung bis zur Abnahme des Bauleistung durch den Kreis Lippe
Die Leistungen werden in einem formlosen Verfahrens nach § 75a GO NRW vergeben. Die Angebotseinziehung erfolgt, wie die wesentliche Kommunikation, über den Vergabemarktplatz Westfalen.
Die baulichen Anlagen sollen nach den Standards der seit 2014 neu entstandenen Rettungswachen des Kreises Lippe errichtet werden.
Die Rettungswache soll Platz für 4-6 Mitarbeiter pro Schicht bieten. Das Bauvorhaben umfasst ein eingeschossiges Gebäude, mit einem Büro- und Sozialtrakt, sowie eine Fahrzeughalle und eine Desinfektions-/ Waschhalle, BGF ca. 480 m2.
In der Fahrzeughalle wird ein Rettungswagen (RTW) untergebracht, zusätzlich ist eine weitere, baulich getrennten Desinfektions-/ Waschhalle vorgesehen.
Der Sozialtrakt der Rettungswache ist gemäß Passivhausstandard zu planen und zu errichten. Für die Fahrzeug-/ Desinfektions-/ Waschhalle gelten reduzierte Anforderungen. Darüber hinaus ist das Klimaschutzkonzept des Kreises bei der Planung von Neubauten zu berücksichtigen. Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist es, Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu entwickeln. Es sollen vorrangig regenerative Energien - soweit in der Gesamtbetrachtung ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll - eingesetzt werden.