Sicherungsarbeiten an einer denkmalgeschützen Anlage/Industriemuseum
Gegenstand der Leistung ist der Abschluss eines Rahmenvertrages zur Durchführung von Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an den ausgewiesenen Besucherwegen des LWL-Museums Henrichshütte Hattingen. Die Arbeiten dienen der Beseitigung festgestellter Gefahrenstellen auf dem historischen, denkmalgeschützten Hüttenwerksgelände und werden nach Einzelabruf durch den Auftraggeber ausgeführt. Eine durchgehende Ausführung am Stück ist nicht vorgesehen; die Leistungen erfolgen bedarfsabhängig in einzelnen Arbeitsabschnitten während des laufenden Museumsbetriebs. Die ausgeschriebenen Mengen sind für einen Zeitraum von 12 Monaten veranschlagt.
Die Ausführung hat unter besonderer Berücksichtigung des denkmalgeschützten Anlagenbestandes zu erfolgen. Instandsetzungen und Sicherungen sind nach vorhandenem Vorbild und im Sinne einer denkmalgerechten Erneuerung auszuführen. Der vorhandene Zustand ist nur in dem Umfang zu verändern, der zur Instandsetzung und Sicherung erforderlich ist. Neue oder abweichende Materialien dürfen nur verwendet werden, soweit die vorhandenen Materialien hierfür nicht mehr geeignet sind. Ja, Denkmalschutz heißt hier also nicht "mach neu und glänzend", sondern "repariere, ohne die Geschichte mit dem Winkelschleifer auszulöschen".
Zum Leistungsumfang gehören insbesondere:
* Stundenlohnarbeiten durch Polier/Vorarbeiter, Baufacharbeiter, Bauwerker/Helfer, Schweißer/Brenner, Elektroschweißer, Brandwache sowie bei Bedarf Seilkletterer,
* Einrichtung, Vorhaltung, Unterhaltung und Räumung der Baustelle einschließlich erforderlicher Baustellensicherung, Bauzäune, temporärer Wegeführungen sowie Strom- und Wasserversorgung,
* Maßnahmen zur Arbeitssicherheit einschließlich persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz,
* Dekontaminations- und Schutzmaßnahmen bei Arbeiten in belasteten Bereichen, insbesondere im Zusammenhang mit Asbest und künstlichen Mineralfasern, einschließlich Schwarz-Weiß-Anlage, Atemschutz, Schutzkleidung und Schutzhandschuhen,
* Brandschutzmaßnahmen bei Heißarbeiten, insbesondere Bereitstellung und Vorhaltung von Brandschutz- und Flammschutzmatten sowie Durchführung erforderlicher Brandwachen,
* Bereitstellung und Einsatz von Geräten, Werkzeugen und Hilfsmitteln, insbesondere Winkelschleifer, Nietwerkzeuge, Brenngarnituren, Schweißgeräte, Kettenzüge und Abseilvorrichtungen,
* Gestellung von Fahrzeugen, Kranen, Hebetechnik und Baumaschinen, insbesondere Pritschenwagen, Lkw, Autokran, Teleskoplader, Radlader, Bagger, Gelenksteiger, Scherenbühne und Mannkorb,
* Entsorgungslogistik einschließlich Bereitstellung, Tausch und Abholung von Big-Bags, Gewebesäcken sowie Absetz- und Abrollcontainern,
* fachgerechte Entsorgung gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle, insbesondere asbesthaltiger Baustoffe, schadstoffbelasteter Dämmstoffe und Altholz,
* Lieferung und Bereithaltung von Materialien zur Sicherung und Abdichtung, insbesondere Wickelfalzrohr-Enddeckeln verschiedener Nennweiten, Dicht- und Klebstoffen sowie Flüssigkunststoffsystemen.
Die Arbeiten sind mit dem laufenden Museumsbetrieb abzustimmen. Beeinträchtigungen des Betriebs sind auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken. Zugangs-, Rettungs- und Fluchtwege sind jederzeit freizuhalten. Die regulären Arbeitszeiten liegen zwischen 07:00 Uhr und 15:30 Uhr; Abweichungen bedürfen der vorherigen Abstimmung mit der Bauleitung. Der Auftragnehmer hat die Baustelle jederzeit sauber, geordnet und verkehrssicher zu halten sowie die einschlägigen arbeitsschutz-, brandschutz-, abfall- und denkmalschutzbezogenen Anforderungen einzuhalten.