Art der Leistung
Erschließung BP82 Hegebrockstraße - Hier Entwässerungstechnische Erschließung und Baustraße
Umfang der Leistung
Die Stadt Stadtlohn beabsichtigt südlich des Stadtgebiets die Erschließung des Gewerbegebiets Westfalenring/Hegebrockstraße. Zur Entwicklung der zukünftigen Gewerbeflächen wird die entwässerungstechnische Erschließung des Plangebiets durch die Stadt Stadtlohn veranlasst. Die Bestandteile dieser öffentlichen Ausschreibung sind die erforderlichen Leistungen zu Herstellung der Entwässerungsanlagen erforderlichen Bauleistungen einschließlich der zugehörigen Sonderbauwerke, Rückhalte- und Behandlungsanlagen, Betriebsgebäude, darunter auch Abbruch-, Rückbau-, Verfüll- und Straßenarbeiten.
Das Plangebiet hat eine Größe von ca. 7,21 ha und befindet sich südlich der Ortslage Stadtlohn. Es liegt nördlich des Westfalenrings (K24) sowie östlich der bestehenden Gewerbegebiete Thyssenstraße und Bessemerstraße. Teile des Vorhabengebiets befinden sich innerhalb des Landschaftsschutzgebiets 2.2.7 Hundewick-Immingheide. Daraus resultiert, dass die Baumaßnahme einer Bauzeitenregelung für die Entfernung und Rodung von Gehölzen sowie einer Bauzeitenregelung für die Bauarbeiten unterliegt, die zu beachten sind.
Die geplante Erschließung umfasst die Herstellung eines Entwässerungssystems im Trennverfahren. Das anfallende Schmutzwasser wird über neu herzustellende Schmutzwasserkanäle der weiter-führenden Kanalisation zugeführt. Das Niederschlagswasser wird über Regenwasserkanäle erfasst, behandelt, in einem Regenrückhaltebecken zurückgehalten und gedrosselt in die Vorflut eingeleitet. Im Zuge der Maßnahme sind zudem die Anschlüsse der Firma Lichtgitter GmbH sowie der Wohngebiete Konerts Winkel und Wilmers Winkel an das Regenwasserableitungssystem herzustellen. Weiterhin sind bestehende Rückhalteanlagen im Bereich Bessemerstraße und Thyssenstraße zurückzubauen, da deren Funktion künftig durch das neu geplante Entwässerungssystem übernommen wird.
Das Baufeld liegt im Bereich bestehender gewerblicher und künftig zu entwickelnder Nutzungen. Die Bauausführung hat unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten sowie unter möglichst geringer Beeinträchtigung angrenzender Flächen und bestehender Infrastrukturen zu erfolgen. Die direkte Zufahrt zur Baustelle über den Westfalenring wird nicht gestattet. Die Andienung der Baustelle muss in erster Linie über Borsigstraße und Thyssenstraße erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass die Thyssenstraße über die gesamte Bauzeit zur Halteverbotszone wird. Zudem sind die Kreuzungen Borsigstraße / Thyssenstraße / Westfalenring für die Ein- und Ausfahrt des Lastverkehrs freizuhalten. In Abhängigkeit zum Bauablauf sollten Hegebrockstraße, Ottostraße und Bessemerstraße temporär als alternative Baustellenzufahrten genutzt werden können.
Unter dem Aspekt der Bautechnik fallen insbesondere die Herstellung neuer Regenwasser- und Schmutzwasserkanalisation, Hausanschlüsse sowie die zugehörigen Anlagen zur Regenwasserbehandlung inklusive Betriebsgebäude, Regenwasserrückhaltung und gedrosselten Ableitung in die
Vorflut als auch der Abbruch, Rückbau und Verfüllung für das aktuell vorhanden RKB / RRB System Borsigstraße / Thyssenstraße sowie Straßenbauarbeiten.
Regen- und Schmutzwasserkanalisation (Neubau)
- ca. 1.375 m Regenwasserkanal (Beton/Stahlbeton DN 300 bis DN 1200)
- 15 m DN 400 PP, einschl. 34 Beton-Schachtbauwerke
- 574 m Schmutzwasserkanal in DN 250 PP mit 14 Schachtbauwerken
- ca. 148 m Notwasserwege mit Notwassermulde
- ca. 16 m DN 300 PP
- ca. 56 m Notwasserrinne DN 100
Hausanschlussleitungen (Neubau)
- jeweils ca. 128 m DN 200 PP und DN 160 PP
Zentrale Regenwasserbehandlungsanlage (Neubau)
- Regenklärbecken mit 240 m3 in Ortbetonbauweise
- inkl. ca. 56m Druckrohrleitung DA125 PE-HD PE100
- techn. Einbauten: 2 Abwassertauchmotorpumpen, Schräglamellenklärer, Wehr. Schieber und Spülkippe
- Regenrückhaltebecken mit 5.000 m3 Volumen mit Notüberlauf und Drosselbauwerk als Betonfertigteil (ca. 21 m Zu- und Ableitung in DN 300 Beton) und Drosselabfluss von Qzul= 80l/s
Abbruch-, Rückbau- und Verfüllarbeiten
- ca. 465 m Betonrohre (Kanale) mit Nenndurchmesser DN 300 - DN 1000
- ca. 76 m Druckrohrleitung
- 10 Schachtbauwerke
- Rückbau RKB/RRB Borsingstraße/Thyssenstraße